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Hot Topic: Eisenmangel- und seine Therapie

Eisenmangel- und Eisenmangelanämie sind häufige Erkrankungen. Je nach Alter und Geschlecht betreffen Sie bis zu 35% der Bevölkerung.

Die Ursachen dafür sind vielfältig:
• Verminderte Eisenaufnahme im Dünndarm (u.a. Gastritis, entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie)
• Chronische Blutungen (u.a. Magen-Darm- oder verstärkte Monatsblutung)
• vermehrter Eisenbedarf (zB Schwangerschaft)
• Verminderte Eisenzufuhr (ernährungsbedingt)

Anzeichen von Eisenmangel umfassen:
• Müdigkeit
• Leistungsminderung
• Kopfschmerzen
• Blässe
• Brüchige Haare und Nägel
• Atemnot
• Schwindel

Wie wird Eisenmangel diagnostiziert?
Hinweisend sind bereits die oben genannten Symptome sowie die klinische Untersuchung und dementsprechende Ernährungsgewohnheiten in der Anamnese.

Die definitive Diagnose erfolgt mittels Laboruntersuchung: hiermit können sowohl der Eisenmangel als auch die Eisenmangelanämie als Folgeerkrankung des Eisenmangels diagnostiziert werden.

Da Eisenmangel oft ein indirektes Anzeichen für andere, zugrunde liegende Krankheiten ist, sollten Patienten mit neu diagnostiziertem Eisenmangel weiter hinsichtlich Begleiterkrankungen untersucht und abgeklärt werden.

Wie wird Eisenmangel therapiert?
Die Wahl der Therapie richtet sich nach Ausprägung und Ursache des Eisenmangels.
Oft reichte eine orale (Eisentabletten)-Therapie über einige Wochen aus, um die Eisenspeicher wieder aufzufüllen
Bei bestimmten Erkrankungen: chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Zöliake u.A. ist die Eisenaufnahme im Darm jedoch gestört bzw. reduziert. In diesen Fällen empfiehlt sich die parenterale (venöse) Eisensubstitution mittels einer Infusionstherapie. Es genügt hier meistens eine Infusion um dem Organismus das notwendige, fehlende Eisen zuzuführen.

Vorteile der intravenösen Eisentherapie:
• Vermeidung der häufigen Nebenwirkungen bei oraler Therapie (Übelkeit, Bauchschmerzen…)
• Bessere Eisenaufnahme bei bestimmten Erkrankungen (siehe oben)

Mögliche Nebenwirkungen einer intravenösen Eisentherapie:
In sehr seltenen Fällen kann es zu allergischen, bis hin zu lebensbedrohlichen Reaktionen auf die Infusion kommen. Deswegen ist die strenge, richtige Indikationsstellung der Therapie sehr wichtig und die Verabreichung der Infusion muss unter ärztlicher Überwachung erfolgen.

Erfolgskontrolle der Therapie
Nach 3-4 Wochen erfolgt eine klinische sowie eine Laborkontrolle. Hier sollten die relevanten Blutwerte (Hämoglobin, Ferritin) dementsprechend angestiegen sein und noch wichtiger, die Symptome des Eisenmangels deutlich gebessert oder sogar behoben sein!

Im Ärztezentrum Sieghartskirchen bieten wir Ihnen eine umfangreiche Abklärung hinsichtlich Eisenmangel – und Eisenmangelanämie an. Sollte Sie den Verdacht haben, an einem Eisenmangel zu leiden, oder dieser bereits diagnostiziert sein, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

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